Zur Demonstration in Lüdenscheid

Am Samstag den 30.Januar 2010 soll in Lüdenscheid eine Demonstration gegen „Krieg und Faschismus“ der „Internationalistischen Linken Lüdenscheid“ stattfinden. Zunächst einmal eine gute Sache. Schaut man sich dann aber den Aufruf und die Unterstützenden Gruppen an wird schnell klar um was es sich wirklich handelt. Der Aufruf handelt zum größten Teil von Boykottaufrufen gegen Israel und ist durchgehend Antizionistisch und Antiamerikanistisch. Die Demonstration findet am 30. Januar statt, dem Jahrestag der nationalsozialistischen Machtübernahme im Jahr 1933. Darauf, sowie auch auf den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, geht die ILL in ihrem Demoaufruf jedoch mit keiner Silbe ein. Die Demonstration richtet sich zwar gegen „Krieg und Faschismus“, inhaltlich geht es im Aufruf aber nicht um Faschismus – außer die ILL verortet diesen in Israel oder Afghanistan.
Auch hinzuweisen ist auf die Verherrlichung der RAF, in Person von Ulrike Meinhof, ohne den antisemitischen Gehalt einiger Aktionen der RAF und anderer bewaffneter Gruppen zu reflektieren. Und auch die Gleichsetzung zwischen den Repressionen gegen Aufständische im Iran und Demonstrant_Innen beim Klimagipfel in Kopenhagen läßt Rückschlüsse auf den Realitätsverlust der ILL zu. Bezeichnend ist auch dass die Antisemiten und Sexisten der „Roten Antifa“ und die „Sol Hamburg“ welche an Auseinandersetzungen gegen Israelsolidarische Kinobesucher beteiligt war, zur Demonstration mobilisieren.

Es sollte klar sein dass eine Teilnahme an dieser Demonstration in keinster Weise Antifaschistisch oder „Links“ ist. Wir rufen daher alle emanzipatorischen Antifaschist_Innen dazu auf, der Demonstration am 30. Januar fern zu bleiben. Zumal auch seitens der „ILL“ angekündigt wurde „dass jeder Israelsolidarische der sich in der Nähe der Demonstration aufhalten würde, mit den Konsequenzen rechnen müsste.“


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